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Der Weißstorch

Der Weißstorch gehört zu der großen Familie der Schreitvögel, Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden; meist sind die Männchen etwas größer und kräftiger. Storchenhorste können über 2m hoch, ca. 2,2m breit und über 1000 kg schwer sein. Ein Weißstorch misst voll aufgerichtet ca. 150 cm. Gewicht etwa 3-4 kg. Die Schnabellänge beträgt ca. 20 cm und die Flügelspannweite bis 200 cm. 

Beine und Schnabel sind rot. Meister Adebar wird ca. 30 Jahre alt. Störche brüten nur 1 Mal jährlich.Die Eltern wechseln sich beim Brüten und bei der Aufzucht der Jungen ab.

Eine Storchenfamilie braucht ca. 20.000 m2 Feuchtwiesen zum Überleben (4-6 kg Futter am Tag). Jungstörche schlüpfen nach 32-34 Bruttagen. Sie wiegen dabei nur 65-80 Gramm. 30 Tage nach dem Schlüpfen wiegt ein Jungstorch bereits etwa 2 kg. Ein Jungstorch wird im Alter von 2 Monaten "flügge" - er beginnt zu fliegen. Störche sind keine Nahrungsspezialisten, sie fressen jedliche tierische Nahrung.Menüplan eines Storches: Insekten, Larven, Regenwürmer, Schnecken, Mäuse, Frösche, kleine Schlangen, Kücken, Fische....Die Störche kommen Ende März - Anfang April in Rust an und verlassen uns wieder um den 20. August. Das Winterquartier unserer Störche befindet sich in Zentral- und Südafrika. Die Flugstrecke beträgt etwa 10.000 km. Der Herbstzug nach Afrika dauert ca. 3 Monate. Retour benötigen die Störche nur 2 Monate.

Der Storchenverein wurde 1995 in der jetzigen Form gegründet und kümmert sich seitdem intensiv um die Bewahrung des Weißstorches in der Freistadt Rust.Der Storch hat für Rust eine ganz besondere Bedeutung und gilt als Wappenvogel der Stadt. Störche gibt es in Rust seit der vorigenJahrhundertwende (ca. 1910) Anfang 1960 brüteten in Rust noch bis zu 40 Storchenpaare.Die Ursachen für den Rückgang ist der Verlust von Nahrungsflächen.

Der Storchenverein Rustbetreut deshalb ca. 12 ha angepachtete Wiesenals Futterplätze für den Storch.Im Rahmen des Storchenschutzprogrammes beweiden wir diese Wiesen mit einer Rinderherde.Die Rinder halten das Gras kurz und verhindern das Vordringen des Schilfes in die Feuchtwiesen.Der Schilfgürtel wird durch die Rinder aufgelockert, es entstehen offene Uferpartien und freie Wasserflächen. Die Beweidung spielt für die Nahrungsflächen des Storches eine große Rolle. Die Pflegemaßnahmen des Ruster Storchenvereines kommen nicht nur dem Storch, sondern auch zahlreichen anderen Vogelarten zugute. In Rust gibt es seit dem auch den größten Graugans Bestand des Neusiedlersee-Westufers. Insgesamt tummeln sich hier ca. 85 Vogelarten.